Wie uns Ameisen zeigen, wie die digitale Transformation funktioniert


Der Ameisenstaat ist dezentral organisiert und kann dadurch schnell und flexibel auch komplexe Vorhaben umsetzen.
Ameisen sind perfekt organisiert, indem jedes Individuum seine eigenen Entscheidungen trifft.


Das Gehirn einer Ameise wiegt nur 0,000014 Gramm. Dem Menschen stehen 1,4 bis 1,6 Kilogramm zur Verfügung.


...Entscheidungsfreiheit, aber Führung und Steuerung von Teams...



Die Komplexität der Ameisenwelt, ist wie ein digitales Geschäftsmodell in unserer Welt.

Die Intelligenz der Ameise ist jedoch mit der eines Glühwürmchens vergleichbar. Hängt man es in den Nachthimmel, wird es keine Stadt im hellen Licht erstrahlen lassen. Die einzelne Ameise ist nicht in der Lage, das Geschehen in der Kolonie zu überblicken.


Wie funktioniert also dieser reibungslose Ablauf im Ameisenstaat? Ist es die Königin, die einsam herrscht und ihren Untertanen die Befehle erteilt? Nein! Die Königin hat nur eine einzige Aufgabe: Sie produziert Nachwuchs.



Netzwerk statt Hierarchie


Wie also organisiert sich ein Ameisenstaat? Ameisen kommunizieren mittels Duftstoffe miteinander. Gibt es irgendwo eine Futterquelle hinterlassen sie stärke Duftstoffe, um den anderen Ameisen den Weg dorthin zu zeigen. Jede Ameise hat ihre Aufgabe, ob sie nun dafür zuständig ist, Futter zu beschaffen, den Ameisenhügel zu bauen oder die Kolonie vor Feinden zu verteidigen.


Ameisenkolonien sind ein perfekt funktionierendes Netzwerk, welches durch die Schwarmintelligenz funktioniert. Einige Ameisenarten züchten sogar Pilze oder halten sich Blattläuse, deren zuckrige Ausscheidungen sie fressen.


Soweit so gut! Doch was hat der Ameisenstaat mit der digitalen Transformation zu tun?

Betrachten wir die einzelne Ameise kann sie in ihrer komplexen Welt mit ihren Fähigkeiten wenig ausrichten. Nur durch das Zusammenspiel aller Koloniemitglieder gelingt ein erfolgreicher Ameisenstaat.


Unsere Welt wird mit der zunehmenden Digitalisierung immer komplexer. Autos, die per künstlicher Intelligenz alleine fahren; Einrichtungshäuser, die ihre Kunden mit Augmented Reality direkt ihre Wohnung neu einrichten lassen; Tabletten, die dem Arzt die Information geben, wann und in welcher Dosierung sie eingenommen wurden.



Industrie 4.0


Für die vierte industrielle Revolution gibt es eben so viele Anwendungsfälle, wie es gefühlt verschiedene Technologien dafür gibt. Wer soll da den Überblick behalten? Wer entscheidet, welche Technologien für welche Anwendungen genutzt werden sollten? Wer entscheidet, welche Geräte über welche Technologien mit einander vernetzt werden sollten?


Die einfache Antwort ist, die Ameisenkönigin entscheidet das nicht. Aber auch der CEO entscheidet nicht, welche Systeme, welche Felder miteinander synchronisieren müssen, damit ein Service- und Salesmitarbeiter alle relevanten Informationen hat. Er kann es gar nicht (mehr).


Also warum machen wir es nicht so, wie die Ameisenkolonie und geben den Mitarbeitern die Verantwortung selbst Entscheidungen treffen zu können? Die Organisationsform der Ameisen ist „dezentral“ und ermöglicht es dem Ameisenstaat, sehr schnell und flexibel auf jede Herausforderung zu reagieren und komplizierte Vorhaben umzusetzen.


Nun dieses Netzwerk klingt in der Theorie nicht nur plausibel, sondern auch einfach. Das ist es aber nicht, wenn wir betrachten, wo wir herkommen. Zu Beginn der industriellen Revolution haben wir die Menschen an ein Fließband gestellt. Wir haben ihnen die Fähigkeit, Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen einfach abgenommen.


Der Chef hat entschieden, die Führungskräfte haben die Entscheidung in ihre Bereiche kommuniziert und der Mitarbeiter hat die Befehle ausgeführt. Dieses Muster steckt in uns drin. Verantwortung abzugeben oder neu zu übernehmen, müssen wir erst lernen. Zum Glück gibt es eine Bewegung, die uns dabei hilft - New Work.

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